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Kinderrechte und Partizipation im Fokus bei Fachveranstaltung

Die Netzwerkkoordinatorinnen (v.l.) Annika Niewerth (Stadt Goch), Simone Thiele (Stadt Geldern), Michelle Dickerboom (Wallfahrtsstadt Kevelaer), Daniela Prudlo-Kadelka (Kreis Kleve) und Pia-Kathrin Kroh (Stadt Kleve) (Rechte: Kreis Kleve)
Die Netzwerkkoordinatorinnen (v.l.) Annika Niewerth (Stadt Goch), Simone Thiele (Stadt Geldern), Michelle Dickerboom (Wallfahrtsstadt Kevelaer), Daniela Prudlo-Kadelka (Kreis Kleve) und Pia-Kathrin Kroh (Stadt Kleve) (Rechte: Kreis Kleve)

Über 170 Fachkräfte, darunter unter anderem Erzieherinnen und Erzieher, Lehrkräfte und Vertreter von Beratungsträgern, kamen jetzt zu einer praxisnahen Fachveranstaltung zum Thema Kinderrechte und Partizipation in Kevelaer zusammen. Veranstaltet wurde das Treffen von den Netzwerkkoordinatorinnen des Netzwerks Kinderschutz im Kreis Kleve, zu denen auch Annika Niewerth vom Jugendamt der Stadt Goch gehört. Im Zentrum der Veranstaltung stand die Frage, wie Kinderrechte und Partizipation in der Praxis umgesetzt werden können.

Die Fachveranstaltung bot dabei auch Gelegenheit, genau hinzusehen: Wo findet Partizipation bereits statt? Welche Hürden bestehen für die Fachkräfte im Kinder- und Jugendschutz? Und wo liegen die Grenzen der Mitbestimmung? Zudem wurde diskutiert, welche Schritte unternommen werden können, um eine bestmögliche Beteiligung der Kinder zu gewährleisten. Als Expertin konnte Christina Muscutt vom Landschaftsverband Rheinland (LVR) gewonnen werden. In ihrer Tätigkeit beim LVR beschäftigt sie sich mit den Themen „Kinderrechte“ und „Partizipation“ und arbeitet dabei an Schnittstellen zum Kinderschutz. Neben ihrer Praxis als Fachreferentin im Landesjugendamt ist sie in Lehre und Forschung aktiv. Ihr Vortrag bot den Auftakt für eine praxisnahe Methodenarbeit, die anschließend stattfand.

Die Netzwerkkoordinatorinnen ziehen ein positives Fazit: „Die Veranstaltung hat gezeigt, dass Fachkräfte aus unterschiedlichen Bereichen bereit sind, das Kind als Ausgangspunkt ihres Handelns zu sehen. Wir haben gemeinsam reflektiert, wo Partizipation bereits gelingt, welche Hürden es gibt und welche Maßnahmen wir ergreifen können, um die bestmögliche Beteiligung der Kinder zu ermöglichen. Dies ist ein entscheidender Schritt, um Partizipation und Schutz von Kindern in unserer Region nachhaltig zu stärken.“

Das „Netzwerk Kinderschutz im Kreis Kleve“ arbeitet mit dem Ziel, eine effektive, schnelle und interdisziplinäre Zusammenarbeit sicherzustellen, um Kindeswohlgefährdungen frühzeitig zu erkennen und zu verhindern (auf Basis von § 9 des Landeskinderschutzgesetzes NRW). Dies geschieht durch die strukturelle Vernetzung von Jugendhilfe, Gesundheitswesen, Schulen, Polizei und Justiz sowie durch abgestimmte Verfahrenswege und einen verbesserten Informationsaustausch – stets mit dem Fokus darauf, Kinder konsequent in den Mittelpunkt aller Schutzmaßnahmen zu stellen. (Quelle: Kreis Kleve-kd)

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