Das Museum Goch wurde in seiner heutigen Form 1991 im ehemaligen Amtsgericht der Stadt Goch gegründet. Mit seiner Sammlung spätgotischer Skulpturen des Niederrheins bis zur jungen Gegenwartskunst vereint das Museum 600 Jahre Kunstgeschichte. Seine spannungsreich inszenierte Sammlungsräume laden zu einem interessanten Dialog mit der Geschichte und Kunst ein. Wechselnde Ausstellungen, insbesondere zur aktuellen Gegenwartskunst, bereichern das Museum.
Aktuelle Ausstellungen:
SELF ON STAGE
26.09.2026 bis 15.11.2026
In Zeiten der sozialen Medien ist die Inszenierung des weiblichen Selbst zu einer Praxis geworden, die mit den emanzipatorischen Anliegen früherer Generationen nur noch wenig zu tun hat. Was hat sich seither getan?
Eine Ausstellung über die Selbstinszenierung von Frauen in der Zeitgenössischen Kunst.
Auf Instagram wird der Hashtag „selfstaging“ großzügig interpretiert und nicht zuletzt von Frauen benutzt, die schon ihr bloßes Lächeln für den Bruchteil einer Sekunde als Inszenierung begreifen. Mit wie viel mehr Ernsthaftigkeit der Begriff in der Kunst behaftet ist und wie viel mehr Einsatz dort erbracht wird, belegt seit mehr als einem halben Jahrhundert, was vereinfacht „feministische Fotografie“ genannt wird. Als Modell, Kamerafrau und Regisseurin in Personalunion, darüber hinaus zuständig für Kostüm, Requisiten und Licht, reagierten Künstlerinnen seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs mit beklemmenden visuellen Metaphern auf ihre von außen festgelegte Rolle und ihre Suche nach Wegen der Selbstbefreiung, die sie mitunter bis an die Grenze der Selbstzerstörung führten. In ihren Inszenierungen verschnürten, verpackten oder verdrehten sie ihre Körper als Antwort auf das Diktat des Schönheitsideals in einer von Männern dominierten Welt. Dass diese Künstlerinnen von Brasilien bis in die DDR ähnliche Bildlösungen für ihre Situation entwickelten, spricht nicht für Einfallslosigkeit, sondern wird zum Beleg einer tief empfundenen Verbitterung, für die sie brutalstmögliche Sinnbilder schaffen wollten – ob sie sich ihre Gesichter mit Bindfäden und Schnüren straff umwickelten oder ihre Körper in Netze, Käfige und bizarre Kostüme quetschten.
Die Ausstellung wird kuratiert von Freddy Langer
Die beteiligten Künstlerinnen sind:BECKEN, Kirsten BEDE, Kincső BOSSE, Katharina BROTHERUS, Elina COPICH, Susan FEINSTEIN, Rachel FOISSEY, Marine ISSAKA, Melanie JANCIS, Cloe JUNKER, Susanne KRAJNAK, Tarrah LAUKANT, Lia Sophie NORUP, Michala PRYSTAJ, Loreal REISS, Grit RODRIGUEZ ALVISA, Alicia RÖDER, Nina ROY, Kourtney RUSCH, Corinne SARPANIEMI, Emma SOLTAU, Annegret STAPF, Martina TERRA, Lilith WENZEL, Isabelle
Wir freuen uns auf Sie!
dienstags - freitags 10 - 17 Uhr
samstags und sonntags 11 - 17 Uhr
montags geschlossen
Eintritt: 4.- € / 2.- €
Führungen
Öffentliche kostenlose Führung durch die Sammlung und Ausstellung, jeden Donnerstag, 15 Uhr
Private Gruppen: nach Vereinbarungen und Anmeldung unter Tel. 0 28 23 / 320 - 600
Preis: 25.- € max. 25 Personen
Schulklassen und Kindergärten aus Goch frei
Sie finden das Museum in der Kastellstraße 9, 47574 Goch.
Telefon: 0 28 23 / 320 - 602
E-Mail: museum@goch.de
Homepage: www.museum-goch.de
NEU!!
Das Kombiticket – Ein Ticket für 4 Museen
Die Museen Kurhaus Kleve, Goch und Schloss Moyland und seit 1.1.2026 auch B.C. Koekkoek-Haus bieten ein dauerhaftes Kombiticket an. Dieses können Sie in allen vier Häusern zum Preis von 19 € erwerben (Ersparnis 11 €).
Das Ticket wird dauerhaft eingeführt und ist ab Erwerbung 365 Tage lang gültig. In diesem Zeitraum können Sie es in allen vier Häusern jeweils einmal nutzen. Durch einen Stempel wird jeder Museumsbesuch auf der Karte erfasst. Nachdem jedes Haus einmal besucht wurde, ist die Karte voll und somit entwertet. Die Kombi-Eintrittskarte berechtigt zum Besuch der Museen und Kunstausstellungen. Davon ausgenommen sind jedoch Veranstaltungen wie Führungen und Workshops sowie Sonderveranstaltungen oder Großevents, wie etwa die Gartenfeste im Museum Schloss Moyland.