Neue Spiel- und Freizeitfläche im Stadtpark
Die Stadt Goch plant die Neugestaltung der Fläche des ehemaligen Verkehrskindergartens im nordwestlichen Bereich des Stadtparks. Das Areal liegt seit mehreren Jahren brach und wird künftig wieder für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Dafür ist es wichtig zu wissen, was Bürgerinnen und Bürger sich dort wünschen. Dafür wurden Rückmeldungen aus verschiedenen Zielgruppen gesammelt. Unter anderem kam das Innenstadtmanagement auf dem Feierabendmarkt Anfang Mai 2026 mit Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch. Außerdem wurden unter anderem Schulen und Kindertagesstätten mit altersgerechten Beteiligungsformaten kontaktiert, um die Perspektiven von Kindern und Jugendlichen sowie deren Betreuungs- und Bezugspersonen direkt einzubeziehen. Ergänzend konnten auch alle Gocher Bürgerinnen und Bürger ihre Wünsche und Vorstellungen zur neuen Spiel- und Freizeitfläche einbringen. Die Ergebnisse gibt es weiter unten.
Aktuell werden die Ergebnisse der Befragungen und Gespräche vom beauftragten Planungsbüro Geo3 aus Bedburg-Hau geprüft. Die Planerinnen und Planer schauen sich an, welche Wünsche in die aktuellen Planungen eingebaut werden können.
Namenswettbewerb startet
Die neue Spiel- und Freizeitfläche im Stadtpark braucht noch einen Namen. Vorschläge können ab sofort gerne per E-Mail an innenstadmanagement@goch.de geschickt oder telefonisch beim Innenstadtmanagement unter Telefon 0 178 / 14 40 86 8 eingereicht werden.
Klassenplakate
Die Kinder der Gocher Grundschulen wurden gefragt, wie sie sich ihren perfekten Spielplatz für Goch vorstellen. Ihre Wünsche werden in die weitere Planung einfließen. Pro Klasse wurde ein gemeinsames Plakat gestaltet, das ihre Wünsche und Vorstellungen kreativ darstellt und zeigt, was ihnen für einen neuen Spielplatz besonders wichtig ist. Wir danken den Kindern für ihren wichtigen Beitrag zur Planung und freuen uns, ihre vielfältigen Ideen hier vorstellen zu können. Die Einreichungen stammen von den Klassen 1–4 der Freiherr-von-Motzfeld-Schule, Liebfrauenschule sowie der St.-Georg-Schule im Schuljahr 2025/2026 (Rechte: Stadt Goch).
Ergebnisse der Öffentlichkeitsbeteiligung/ Online-Umfrage
Wie viele haben bei der Befragung mitgemacht?
Um auch die Perspektive der Gocher Bürgerinnen und Bürger in die Planung einzubeziehen, wurde ergänzend zu den Beteiligungen von Kindern, Jugendlichen und Eltern eine Online-Umfrage für die Öffentlichkeit durchgeführt. Insgesamt haben 691 Personen an der Befragung teilgenommen. Die Teilnehmenden kamen aus unterschiedlichen Altersgruppen. Besonders stark vertreten waren die Altersgruppen der 30- bis 41-Jährigen sowie der 42- bis 60-Jährigen. Auch jüngere und ältere Bürgerinnen und Bürger haben ihre Einschätzungen eingebracht. Zusätzlich zur Online-Umfrage sammelte das Innenstadtmanagement beim Feierabendmarkt am 7. Mai 2026 weitere Stimmen aus der Bürgerschaft. So konnten weitere Anregungen, Wünsche und Hinweise zur künftigen Gestaltung der neuen Spiel- und Freizeitfläche aufgenommen werden.
Für wen soll die neue Spiel- und Freizeitfläche gedacht sein?
Die Befragung zeigt, dass die neue Spiel- und Freizeitfläche aus Sicht der Teilnehmenden verschiedene Nutzungen miteinander verbinden soll. Neben Angeboten für Kinder, Jugendliche und Familien soll auch ein Ort entstehen, an dem sich Menschen unterschiedlicher Generationen gerne aufhalten, treffen und Zeit miteinander verbringen können.
Was sind die größten Wünsche der Gocher Bürgerinnen und Bürger?
Aus der Befragung wird deutlich, dass sich die Gocher Bürgerinnen und Bürger einen angenehmen und gut ausgestatteten Aufenthaltsbereich wünschen. Wichtig sind ihnen vor allem Orte zum Sitzen, Treffen und Verweilen und das möglichst mit Schatten, Tischen und auch wettergeschützten Bereichen. Auch sanitäre Anlagen wurden häufig genannt, damit die Fläche nicht nur kurz besucht, sondern auch für längere Aufenthalte genutzt werden kann. Darüber hinaus legen viele Teilnehmende Wert darauf, dass der neue Bereich übersichtlich, gepflegt und sicher gestaltet wird. Eine gute Beleuchtung und Einsehbarkeit sind dabei ebenso wichtig wie eine regelmäßige Pflege der Fläche. Außerdem soll der neue Bereich möglichst für alle Menschen erreichbar und nutzbar sein, dazu zählen barrierefreie Zugänge und Angebote, die unterschiedliche Bedürfnisse berücksichtigen. Bei den gewünschten Spiel-, Sport- und Bewegungsangeboten wurden besonders Kletterangebote, ein Ninja-Parcours, Trampoline und ein Wasserspielplatz genannt. Auch Sport im Freien und ein flexibel nutzbares Multifunktionsfeld, etwa für Ballspiele oder andere Bewegungsangebote, gehören zu den Wünschen der Teilnehmenden.
Die Auswertung im Überblick
Ergebnisse der Kinder- und Jugendbeteiligung
Wie viele haben bei der Befragung mitgemacht?
Insgesamt haben rund 2000 Gocher Kinder, Jugendliche (bis 21 Jahre) und Eltern an der Befragung teilgenommen. Da Jugendliche eine zentrale Zielgruppe der Spiel- und Freizeitfläche im Stadtpark darstellen, wurden sie explizit nach ihren Wünschen gefragt, um ihre Vorstellungen zur Nutzung der Fläche sowie ihre Anforderungen zu erfassen. Insgesamt nahmen 792 Jugendliche teil. Auch 587 Grundschulkinder nahmen an der Befragung teil, denn auf der Spiel- und Freizeitfläche soll ebenfalls ein Spielbereich für Kinder entstehen. Deswegen wurden die Grundschulkinder im Rahmen der Beteiligung gefragt, welche Spielgeräte auf einem Spielplatz aus ihrer Sicht nicht fehlen dürfen.
Was sind die größten Wünsche der Kinder und Jugendlichen?
Sowohl bei den Kindern als auch den Jugendlichen stehen ein Trampolin und eine Seilbahn hoch im Kurs. Die Grundschulkinder wünschen sich außerdem ein Klettergerüst und die Jugendlichen einen Ninja Parcours. Sie würden die Fläche auch gerne als Treffpunkt sowie für Ballsport und Fitness nutzen.
Was wünschen sich Eltern?
Auch Eltern wurden befragt, was ihnen an der neuen Spiel- und Freizeitfläche im Stadtpark besonders wichtig ist. Das sind unter anderem ein Sicherheitsgefühl, Sauberkeit, ausreichend Schatten sowie sanitäre Anlagen und Angebote für mobilitätseingeschränkte Kinder. Insgesamt nahmen 604 Eltern an der Befragung teil.
Die Auswertungen in der Übersicht
Weitere Beteiligungen folgen. Denn die Einbindung der Bürgerinnen und Bürger ist ein zentraler Bestandteil der Stadtentwicklung. Entscheidungen werden nicht allein von Verwaltung und Politik getroffen, sondern die Ideen, Wünsche und Anregungen der Bürgerinnen und Bürger fließen aktiv in die Planung ein. Dies ist wichtig, damit die Maßnahmen den tatsächlichen Bedürfnissen vor Ort entsprechen, Akzeptanz finden und die Stadt gemeinsam mit den Menschen vorangebracht wird.
Schon während der Erstellung des ISEK wurden Bürgerbeteiligungsformate durchgeführt, bei denen Ideen und Anregungen aufgenommen und berücksichtigt wurden. Auch bei der Umsetzung der im ISEK geplanten Maßnahmen sollen die Bürgerinnen und Bürger einbezogen, transparent informiert und mitgenommen werden.