Tankfahrzeuge aus Goch für den internationalen Markt
In Goch gefertigt, international gefragt: CHART GOFA Gocher Fahrzeugbau produziert Tankauflieger und Tankwagen für den Transport von Flüssigkeiten, Gasen und Gefahrgütern. Bei seinem Firmenbesuch informierten sich Bürgermeister Stephan Luyven, aktuell auch Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft der Stadt Goch (WFG) und Mitarbeiterin Annika Cleve über die Entwicklung des Unternehmens, neue Geschäftsfelder und die Voraussetzungen für weiteres Wachstum am Standort.
CHART GOFA, mittlerweile ein Tochterunternehmen des US-Unternehmens Baker Hughes, beschäftigt rund 230 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ist europäischer Marktführer in ihrem Segment. Rund 90 Prozent der produzierten Tanks gehen an Kunden außerhalb Deutschlands. Das Unternehmen entwickelt auch Lösungen für tiefkalt verflüssigte Gase, deren Transport besondere Anforderungen an Technik und Sicherheit stellt. Die Fertigung in Goch verbindet damit spezialisiertes Know-how mit einer starken internationalen Ausrichtung. Ein weiteres Geschäftsfeld ist die Sparte „Government“. Hier fertigt CHART GOFA unter anderem für die Bundeswehr und die niederländischen Streitkräfte. Im Mittelpunkt stehen Systeme für den Transport und die Versorgung mit Wasser und Kraftstoffen.
Zunehmende Bedeutung gewinnt außerdem das sogenannte Aftermarket-Geschäft: CHART GOFA betreut Fahrzeuge auch nach ihrer Auslieferung und bietet Reparaturen, Wartung und Ersatzteile an. Dazu kommen Leasing- und Mietangebote. Insbesondere das noch vergleichsweise junge Leasinggeschäft entwickelt sich nach Unternehmensangaben sehr erfreulich. Der Service umfasst auch Tankfahrzeuge anderer Hersteller sowie Instandsetzungen und Umbauten, mit denen sich die Nutzungsdauer bestehender Fahrzeuge verlängern lässt.
Die Auftragslage stimmt das Unternehmen optimistisch. Eine zentrale Herausforderung bleibt jedoch die Gewinnung von Fachkräften, die dringend gesucht werden. Im Gespräch mit CHART GOFA Geschäftsführer Thilo Wenath wurde deutlich, dass dafür neben attraktiven Arbeitsplätzen auch die Lebensbedingungen am Standort entscheidend sind. Wohnraum, verlässliche Kinderbetreuung, medizinische Versorgung und eine gute Schullandschaft beeinflussen, ob sich Beschäftigte und ihre Familien für Goch entscheiden und langfristig hier bleiben.
Damit rückte auch die weitere Entwicklung der Stadt in den Blick. Ein positives, zukunftsgerichtetes Leitbild soll die Stärken Gochs sichtbar machen und Zuversicht vermitteln. Dazu gehört, Herausforderungen offen anzusprechen und zugleich konkrete Perspektiven aufzuzeigen. Der Besuch bei CHART GOFA verdeutlicht, wie eng wirtschaftliche Entwicklung und Lebensqualität miteinander verbunden sind. Ein Unternehmen, das von Goch aus internationale Märkte bedient, braucht qualifizierte Menschen vor Ort – und einen Standort, der ihnen beruflich wie privat eine gute Zukunft bietet. (tm)