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Vom finsteren Mittelalter bis zur illustren Neuzeit

Annette Wozny-Koepp im Narrenkostüm (Foto: privat)

GOCH Annette Wozny-Koepp hat die Corona-Zeit genutzt, um neue Gästeführungen auszuarbeiten. Bei der Stadtführung „Aus mit dem Graus" können Teilnehmer den lebendigen Geschichten der einst so betuchten Stadt Goch lauschen. Im Narrenkostüm gewandt wird die Gästeführerin ihren Zuhörern vermitteln, wie schaurig und barbarisch sich so manches dort zugetragen hat, aber auch, welch wunderbare Lichtblicke dieses Zeitalter und die Entwicklung zur Neuzeit mit sich brachte. Corona bedingt ist die Führung „Aus mit dem Graus" leider noch nicht buchbar. Sobald sich dies ändert, erfolgt eine weitere Meldung.

Von mittelalterlichen Bestrafungsmethoden mit Folter und Brandmarkung, über das Thema „Schwarze und Weiße Magie", bis hin zur „Geschichte der Empfängnisverhütung" handeln die kurzweiligen Geschichten - ebenso von den tragischen Momenten, hervorgerufen durch die Seuchen Pest, Lepra und Cholera, die die Bevölkerung ertragen musste. Auch der Beitrag über die „Blütezeit der Badehäuser" wird sicherlich manch Erstaunen hervorrufen, denn hier erfährt man, wie eng Todesangst und Lebenslust beieinanderlagen. Am Ende des Stadtrundgangs zeigt sich wie die Renaissance und Reformation den Übergang vom Mittelalter zur Moderne geprägt haben. Diese Führung ist sicherlich hochspannend, doch nichts für zarte Seelen, denn neben recht amüsanten Geschichten hatte das Mittelalter auch sehr grausame Facetten.

(Meldung vom 03.03.2021 / ext-kl)