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Thomas Rusche erhält Arnold-Janssen-Preis

Die Preisverleihung an den deutschen Textil-Unternehmer findet während der 6. Internationalen Gocher Gespräche am 12./13. Januar 2019 statt - Tagung sucht Antworten auf strittige Wirtschaftsfragen

Michael Klemm, Vorstand der Arnold-Janssen-Solidaritätsstiftung, Gaesdonck-Schulleiterin Doris Mann, Gaesdonck-Direktor Dr. Markus Oberdörster und Dr. Georg Kaster, Geschäftsführer der Arndol-Janssen-Solidaritätsstiftung Foto: Stadt Goch / Torsten Matenaers)

GOCH Die Arnold-Janssen-Solidaritätsstiftung verleiht im kommenden Jahr den „Arnold-Janssen-Preis" an den katholischen Unternehmer, Herrn PD Dr. rer. pol. Dr. phil. Thomas Rusche, Inhaber der SØR Rusche GmbH in Oelde. Das hat das unabhängige Preisgericht der Stiftung entschieden.

„Als Unternehmer, der sich in seinem unternehmerischen Handeln an den Prinzipien der katholischen Soziallehre orientiert, beweist Herr PD DDr. Thomas Rusche in beeindruckender und vorbildlicher Weise seit mehr als einem Vierteljahrhundert, dass sich ökonomische und ethische Verantwortung auch unter den Bedingungen der globalen Wirtschaftsordnung nicht ausschließen, sondern sich vielmehr dauerhaft und nachhaltig miteinander vereinbaren lassen. Und dies nicht etwa in irgendeinem Nischenmarkt, sondern in der Textilbranche, die unter Ökonomen als eine der härtesten Branchen der Welt gilt", begründet Konsul Dr. J. Georg Claessens, Vorstandsvorsitzender der Arnold-Janssen-Solidaritätsstiftung, die Wahl Rusches.

Gemäß dem Preisstatut kann der Arnold-Janssen-Preis u. a. „für technische, wirtschaftliche, wissenschaftliche, erzieherisch-kulturelle und soziale Initiativen zur nachhaltigen Entwicklung und Lösung existentieller Armutsfragen, getreu der Aufforderung zu einer „neuen Phantasie der Liebe'", verliehen werden.

Die Verleihung des Arnold-Janssen-Preises an Herrn PD Dr. Rusche findet im Rahmen der 6. Internationalen Gocher Gespräche am 12./13 Januar 2019 im Stucksaal des Collegiums Augustinianum Gaesdonck statt.

„Wir haben die 6. Internationalen Gocher Gespräche unter die Überschrift „Markt versus Moral? - Oder benötigen sozial gerechte Gesellschaftsordnungen Grenzen für Märkte?" gestellt. Im Beisein des Preisträgers wollen wir gemeinsam mit renommierten Experten aus dem In- und europäischen Ausland Antworten auf strittige Wirtschaftsfragen suchen", erklärt Michael Klemm, Vorstand der Arnold-Janssen-Solidaritätsstiftung. „So wollen wir zum Beispiel das Verhältnis von Staat und Markt kritisch hinterfragen, den Einfluss der Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz auf die globalisierte Wirtschaft beleuchten und den Blick für eine humane und faire Ausgestaltung der sich verändernden wirtschaftlichen Rahmenordnung schärfen", so Klemm weiter.

Thomas Rusche (Foto: NN)

„Mit Herrn PD Dr. Thomas Rusche zeichnen wir nicht nur erstmals einen Unternehmer, sondern auch einen engagierten Wirtschaftsethiker mit dem Arnold-Janssen-Preis aus. Als langjähriger Dozent, Mitbegründer und Leiter des interdisziplinären Forschungsprojektes „Ethik und Wirtschaft im Dialog" am Hans Jonas-Zentrum der Universität Siegen beschäftigt sich Herr PD DDr. Rusche laufend mit den drängenden wirtschaftsethischen Fragen unserer Zeit. In diesem Jahr habilitierte er sich mit einer Arbeit, die den Titel „Verantwortungsvernünftige Unternehmensethik - von der diskurspragmatischen Konzeption zur aktionsreflexiven Anwendung" trägt. Sein besonderes Forschungsinteresse gilt der Digitalisierung, die Auswirkungen auf alle Ebenen von Wirtschaft und Gesellschaft haben wird. Wir sind gespannt, welche Ideen und Rezepte er uns für eine sozial gerechte Ausgestaltung der Wirtschaftsordnung im 21. Jahrhundert präsentieren wird", so Claessens.

„Wir freuen uns, die 6. Internationalen Gocher Gesprächen beherbergen zu können", erklärt Dr. Markus Oberdörster, Direktor der Gaesdonck. „Die Ausgestaltung einer wertebasierten Wirtschaftsordnung ist von einer unsere ganze Gesellschaft prägenden Kraft. Die Gaesdonck, wo schon Arnold Janssen (1837-1909) als genius loci zur Schule ging, stellt sich als katholisches Internatsgymnasium dieser pädagogischen Aufgabe. Unsere Schülerinnen und Schüler sollen am Ende Ihrer Schulzeit befähigt und willig sein, gemäß ihrer jeweiligen Neigung und Eignung, Verantwortung in Beruf, Familie und Gesellschaft zu übernehmen."

Dies ist auch Schulleiterin Doris Mann wichtig: „Neben der Vermittlung von Bildung und Wissen soll unser konfessionelles Internatsgymnasium junge Menschen ermutigen, sich aktiv in unsere Gesellschaft einzubringen und sie nachhaltig mitzugestalten."

(Meldung 284 vom 18.12.18 / Quelle: Arnold-Janssen-Solidaritätsstiftung)