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Maßnahmen gegen den Eichenprozessionsspinner

Die Turbospritze im Einsatz (Foto: Torsten Matenaers)

GOCH Die Stadt Goch geht in diesen Wochen gezielt gegen die Raupen des Eichenprozessionsspinners vor. Zum einen kommt die neu angeschaffte Turbinenspritze zum Einsatz. Mit ihr kann eine wässrige Lösung mit dem Wirkstoff Bazillus Thuringiensis auf befallene Eichen gesprüht werden. Die Raupen nehmen das Bakterium mit der Nahrung auf und verenden. Für andere Tiere, Menschen und Pflanzen ist das Mittel völlig unschädlich.

Als weitere Maßnahme werden befallene Bäume mit speziellen Fallen ausgestattet, die am Stamm angebracht werden. Sie sind an einer weißen Manschette unterhalb der Baumkrone zu erkennen. Die Fallen enthalten einen Lockstoff, auf den die Raupen reagieren und dann in einen Beutel fallen. Sie werden testweise eingesetzt um die Effizienz zu testen. Daher wird an den Bäumen mit Falle auch nicht die Turbospritze eingesetzt. Zu Demonstrationszwecken zeigt das Foto die Turbospritze an einem Baum mit installierter Falle in Aktion.

Der Einsatz der Turbospritze und die Verwendung der Fallen kann nur auf Bäumen erfolgen, die auf öffentlichem Grund und Boden stehen. Private Baumbesitzer sind selbst für die Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners verantwortlich.

An Eichen die auf Schulhöfe, Parkanlagen oder Spielplätzen stehen, sind zudem insgesamt 30 Meisennistkästen installiert worden. Man vermutet, dass die Raupen des Eichenprozessionsspinners von den Meisen bevorzugt gefressen werden. Auch dies kann daher ein probates Mittel zur Eindämmung des Raupenbefalls sein und wird entsprechend getestet.

(Meldung vom 23.4.20 / tm)