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Grußwort des Bürgermeisters

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

Karl-Heinz Otto (Foto: Thomas Momsen)

wieder einmal neigt sich das Jahr dem Ende entgegen und wieder einmal fragt man sich, wo die letzten 12 Monate geblieben sind. Die Zeit scheint immer schneller zu vergehen, immer hektischer ziehen die Tage, Wochen und Monate an uns vorbei. Ich hoffe, Sie haben die Gelegenheit, zu den Feiertagen ein wenig abzuschalten und die Zeit zu genießen.

Für uns in Goch geht ein abwechslungsreiches Jahr zu Ende. Im Mittelpunkt stand dabei sicherlich unser großes Stadtjubiläum „750 Jahre Goch". Wir haben, wie ich finde, schöne und ansprechende Feierlichkeiten erlebt. Die Nierswelle bot eine perfekte Kulisse für die einzelnen Programmpunkte. Ob es das Konzert von Wingenfelder:Wingenfelder war, der Auftritt der Duisburger Philharmoniker oder die Darbietungen der musiktreibenden Gocher Vereine, es war einfach schön, dies alles zu erleben. Schnell war der Wunsch geboren, auch künftig Veranstaltungen in der Nierswelle erleben zu können. Das freut uns natürlich sehr, schließlich haben wir uns die Nierswelle von Beginn an als Treffpunkt für Jung und Alt gewünscht.

An dieser Stelle ist es nur fair zu erwähnen, dass wir die Nierswelle aus eigenen Mitteln nicht hätten realisieren können. Die Gelder des Konjunkturpaketes II haben dieses Schmuckstück ermöglicht. Auch der Zentrale Omnisbusbahnhof mit dem neuen Kreisverkehr vor dem Bahnhofsgebäude war nur zu realisieren, weil wir Fördermittel abrufen konnten. Der Haushalt der Stadt Goch allein wird Investitionen in dieser Größenordnung in den nächsten Jahren sicherlich nicht stemmen können.

Die Finanzlage sehr vieler Kommunen in Nordrhein-Westfalen und in der gesamten Bundesrepublik ist prekär, da ist auch Goch keine Ausnahme. Wir befinden uns in Zeiten, wo die Städte und Gemeinden immer größere Lasten, vor allem im sozialen Sektor, tragen müssen, aber niemand sagt, wie sie das finanzieren sollen. Der Bund verteilt die Lasten auf die Länder, und die Länder geben sie weiter an die Kommunen. So läuft das, vereinfacht ausgedrückt. Leider haben wir niemanden, an den wir sie weitergeben können. Wir müssen also schauen, wie wir klarkommen um nicht in die Haushaltssicherung zu rutschen. Wir müssen Kosten reduzieren und, so unpopulär es auch ist, Gebühren und Abgaben anheben. Das haben wir getan in diesem Jahr. Natürlich hat es niemand gerne, wenn man die Auswirkungen der Finanzkrise am eigenen Portemonnaie spürt aber was bleibt denn anders übrig? Wie sollen wir denn unsere Mehrausgaben finanzieren, wenn wir nicht auch ein „Mehr" an Einnahmen haben? Die Antwort auf diese Frage bleiben die Kritiker schuldig, leider. Ich würde mich freuen, wenn es ein Patentrezept gäbe, dass mehr Geld in unsere Kassen bringt ohne das jemand dafür bezahlen muss. Das jedoch gibt es nicht.

Im kommenden Jahr 2012 werden wir unsere Anstrengungen, das finanzielle Gleichgewicht zurückzuerhalten, fortsetzen. Wir sind mitten in einer Phase der Umstrukturierung unseres „Konzerns Stadt Goch". Das Neue Kommunale Finanzmanagement macht es möglich, dass wir unser Konstrukt aus Kapitalgesellschaften und Eigenbetrieben überarbeiten und so optimieren, dass es zu Kosteneinsparungen führt.

2012 werden wir verstärkt unsere Schulen und auch die Kindergartensituation im Blick haben. Es stehen die Fortschreibung des Schulentwicklungsplanes sowie die Kindergartenbedarfsplanung an. Hier gibt es ein Stichwort, das diesen gesamten Prozess nachhaltig prägen wird: Demographie. Es gibt einfach nicht mehr so viele Kinder wie früher. Wie wirkt sich das auf unsere Schulen und die Kindergärten aus? Welche Maßnahmen sind unerlässlich? Diese Fragen müssen beantwortet werden und bedürfen dann politischer Entscheidungen. Und zwar schon bald, denn wir in Goch wollen auch künftig weiter aktiv gestalten und uns nicht von der Entwicklung überholen lassen.

In diesem Sinne, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, wünsche ich Ihnen geruhsame Feiertage sowie ein gutes, gesundes und erfolgreiches neues Jahr 2012.

Ihr Bürgermeister

Karl-Heinz Otto
Karl-Heinz Otto