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Geschichtsbrunnen erneut an die Öffentlichkeit übergeben

v.l.: Willi Vaegs, stv. Vorstandsvorsitzender Bürgerstiftung Niederrhein, Fachbereichsleiter Dr. Stephan Mann, Adolf Schreiber, Sprecher Vorstand Bürgerstiftung Niederrhein, Bürgermeister Ulrich Knickrehm, Sandra Denissen, Prokuristin Stadtwerke Goch, Udo Sander (Foto: Torsten Matenaers)

INNENSTADT Im Beisein von Bürgermeister Ulrich Knickrehm und Udo Sander (er hatte den Brunnen 1986 erschaffen) wurde der Gocher Geschichtsbrunnen nach seiner Restaurierung wieder offiziell der Öffentlichkeit übergeben. Die Bürgerstiftung Niederrhein (Johann Klein Stiftung) sowie die Stadtwerke Goch hatten die finanziellen Mittel für die dringend notwendigen Arbeiten bereitgestellt.

Durch Mikrorisse im Material drohte eindringendes Wasser den Brunnen nachhaltig zu beschädigen. Ein Spezialunternehmen hat ihn mit wasserabweisendem Silikonharz angestrichen und so dafür gesorgt, dass der Gocher Geschichtsbrunnen auch für die nächsten Jahrzehnte an seinem Standort neben dem Steintor gesichert ist. Coronabedingt haben sich die Restaurierungsarbeiten sowie die jetzt mögliche Übergabe des Brunnens an die Öffentlichkeit verzögert. Beides hätte bereits in vergangenen Jahr vollzogen werden sollen.

Der aus Sandstein bestehende Brunnen weist auf die Historie der Stadt hin, beinhaltet gleichzeitig aber auch zukunftsweisende Elemente. Einige der verwandten Elemente: Archaische und klassische Formelelemente im Sockel weisen auf die Frühzeit der Geschichte des Gocher Siedlungsraumes hin. Die Niersarme mit dem Stadtgraben sind durch das an drei Stellen austretende Brunnenwasser symbolisiert. Das Wasser umströmt den mittelalterlichen Stadtkern. Das Gitterfenster steht für Unterdrückung bzw. die vielfältigen Machtwechsel in der Stadtgeschichte. Die hängende Stoffbahn erinnert an die wirtschaftliche Hochblüte der Weberei. Die Ratten symbolisieren Plagen, Krankheit und Seuchen. Der Kopf der kauernden und verhüllten Frau verweist auf das Kloster Graefenthal: Im Kreuzgang dort ist eine identische Abbildung vorhanden. Die Spiralform am oberen Ende der Säule ist Symbol für das Leben und auch die Zukunft der Stadt.

(Meldung vom 3.11.21 / tm)