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Eichenprozessionsspinner: Über 4000 Eichen behandelt

Die Turbospritze im Einsatz (Foto: Torsten Matenaers)

GOCH Die Stadt Goch hat die erste Phase der diesjährigen Maßnahmen gegen den Eichenprozessionsspinner abgeschlossen. Mit der neu angeschafften Turbospritze wurden knapp 4200 Eichen in der Innenstadt und den Ortsteilen mit dem Wirkstoff Bazillus Thuringiensis besprüht. Die Raupen nehmen das Bakterium mit der Nahrung auf und verenden. Über 15.000 Liter der wässrigen Lösung kamen zum Einsatz. Dort wo es naturschutzrechtliche Einschränkungen gibt, darf das Mittel nicht gespritzt werden. Dies betrifft insbesondere Bereiche in Gewässernähe wie den Nierswanderweg.

100 Spezialfallen und 50 Nistkästen für Meisen wurden als begleitende Maßnahmen installiert. Die Fallen enthalten einen Lockstoff, auf den die Raupen reagieren und dann in einen Beutel fallen. An Eichen die auf Schulhöfen, Parkanlagen oder Spielplätzen stehen, sind die Nistkästen installiert worden. Man vermutet, dass die Raupen des Eichenprozessionsspinners von den Meisen bevorzugt gefressen werden. Auch dies kann daher ein probates Mittel zur Eindämmung des Raupenbefalls sein.

Alle vorgenommenen Maßnahmen werden derzeit einer intensiven Erfolgskontrolle unterzogen um im Bedarfsfall befallene Bäume individuell nachzubehandeln. Wer an einer Eiche Eichenprozessionsspinner entdeckt wird gebeten, dies dem Vermögensbetrieb der Stadt Goch telefonisch unter 0 28 23 / 97 18 - 0 zu melden.

(Meldung vom 8.6.20 / tm)