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Bodenfund hat Auswirkungen auf die Bauarbeiten

Der Stand der Arbeiten am 9.6.22: Rechts von dem blauen Bagger in der rechten Bildhälfte ist die Buche zu sehen, die aufgrund der neuen Kanalführung gefällt werden muss. Unterirdisch im Bereich links von dem Bagger befinden sich die Mauerteile des Befestigungsturms. (Foto: Torsten Matenaers)
Der Stand der Arbeiten am 9.6.22: Rechts von dem blauen Bagger in
der rechten Bildhälfte ist die Buche zu sehen, die aufgrund der neuen
Kanalführung gefällt werden muss. Unterirdisch im Bereich links von
dem Bagger befinden sich die Mauerteile des Befestigungsturms.

GOCH Im Zuge der vorbereitenden Arbeiten für den Bau der Regenwasserbehandlungsanlage am Kastell sind bekanntlich Teile der mittelalterlichen Stadtmauer sowie eines Befestigungsturms des Kastells aus dem 15. Jahrhundert gefunden worden. Arbeiter hatten die Mauerreste in 3 bis 4 Metern Tiefe entdeckt. Die Funde befinden sich teils genau dort, wo Abwasserkanaltrassen zum neuen Lamellenklärer unter dem Kastell-Parkplatz führen sollten. Mit dem LVR Amt für Bodendenkmalpflege wurde jetzt das weitere Vorgehen abgestimmt.

Buche muss aufgrund geänderter Kanalführung gefällt werden

Um die Funde größtmöglich zu erhalten, wird der Verlauf einer geplanten Kanaltrasse verschoben. Dies verursacht dem Abwasserbetrieb der Stadt Goch zusätzliche Kosten in Höhe von rund 20.000 Euro. Zeitlich verzögert sich die Gesamtmaßnahme aufgrund der archäologischen Untersuchungen und der denkmalpflegerischen Abstimmung um etwa 3 Wochen. Ursprünglich sollten die Arbeiten Ende August dieses Jahres abgeschlossen sein. Zudem ist nicht zu verhindern, dass durch die neue Trassenführung die etwa 14 Meter hohe Buche zwischen Kastell und Kastellparkplatz nach vorheriger Artenschutzprüfung gefällt werden muss. Hierfür bittet die Stadt Goch um Verständnis. Um den Erfordernissen des Denkmalschutzes gerecht zu werden, ist diese Maßnahme alternativlos.

Bauarbeiten am Kastell (Foto: Torsten Matenaers)

Lamellenklärer wurde eingesetzt

Die größten Bauteile der neuen Regenwasserbehandlungsanlage wurden unterdessen bereits platziert. Es handelt sich um die beiden Elemente des Lamellenklärers, sie wurden mit einem 250 Tonnen - Kran in ihre Position gehoben. Er sorgt dafür, dass künftig der „erste Schwall" bei einem Regenguss auf die Straßen im Umfeld über ein Trennbauwerk abgefangen und dann über die zu legenden Kanalleitungen in Richtung Klärwerk geleitet werden. Erst nachfließendes und damit saubereres und ökologisch einwandfreies Regenwasser wird direkt in die Niers eingeleitet. Insgesamt investiert der Abwasserbetrieb der Stadt Goch rund 1 Million Euro in die neue Regenwasserbehandlungsanlage.

(Meldung vom 9.6.22 / tm)