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Namensgebung für neues Stadtviertel vertagt

Blick in den Ratssaal der Stadt Goch (Foto: Stadt Goch / Torsten Matenaers)

GOCH Wie das Gelände der ehemaligen Reichswaldkaserne als neues Wohngebiet künftig heißen soll, steht noch nicht fest. Der für die gestrige Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses erwartete förmliche Beschluss wurde vertagt. Der Grund: CDU, SPD und FDP waren mit dem Vorschlag der Wettbewerbs-Jury nicht einverstanden. Das Gremium, bestehend aus Bürgermeister Ulrich Knickrehm, Altbürgermeister Willi Vaegs, Museumsdirektor Dr. Stephan Mann, Manfred Tielkes als Teilnehmer der Kasernen-Werkstattverfahren und CDU-Ratsmitglied Willi Arians hatte sich für den Vorschlag „Neu-See-Land" mit dem zugehörigen Straßennamen „Seeallee" einstimmig ausgesprochen.

Jetzt trifft sich der Haupt- und Finanzausschuss zu einer weiteren Sondersitzung am Dienstag, den 2. Mai 2017 um einen neuen Anlauf zur Benennung des Geländes zu nehmen. Die Jury wird zuvor nicht mehr tagen. Somit hat die Politik die Möglichkeit, aus den insgesamt eingereichten 144 Vorschlägen selbst auszuwählen. Wenn sie den Wettbewerb nicht doch noch aufgelöst. Denn auch dies war gestern nicht ausgeschlossen: Die CDU hatte sich dafür ausgesprochen, dass nun doch kein Name für das Gelände als Ganzes vergeben werden, sondern nur die erste Straße benannt werden solle. Man wolle zustimmen, diese „Seeallee" zu nennen und da insgesamt drei Wettbewerbsteilnehmer diesen Vorschlag einbrachten, wären nach Auffassung der CDU auch diese Drei dann die Gewinner des Wettbewerbs. Hiergegen äußerte Bürgermeister Knickrehm Bedenken, da dieser Modus gegen die Wettbewerbsregularien verstößt, auf deren Basis die Bürgerinnen und Bürger sich beteiligt haben. Und ein Abweichen von eben diesen selbst zuvor festgelegten Regeln wäre nur möglich, wenn der Wettbewerb aufgelöst werden würde. Soweit kam es dann jedoch nicht.

Der Bau- und Plaungsausschuss hatte im Juni vergangenen Jahres einstimmig beschlossen, dass das neue Stadtviertel durch einen Bürgerwettbewerb einen Namen bekommen soll. Auch die Wettbewerbsregeln wurden in diesem Beschluss formuliert. 144 gültige Vorschläge von Gocherinnen und Gochern waren daraufhin eingegangen. Und aus diesen hatte die ebenfalls vom Ausschuss bestimmte Jury dann den Gewinner, der nun doch keiner ist, bestimmt.

(Meldung vom 6.4.17 / tm)